Honnef Heute 21.04.2015 zum Auftritt Bad Honnef

Bad Honnef | Vollbesetzt, tolle Stimmung und mit Rainer Moll und Albert Klein zwei “Vorleser”, die die Besucher des Gewölbekellers der Löstige Geselle am Samstag an ihre Lach- und teilweise Schmerzgrenzen brachten. Mit ihrem Programm “Ich… Comedy-Lesung… gucken” starteten sie das Kleinkunstprojekt “hautnah” – Große Kunst im Kleinkunstkeller bei den Löstigen von Marion Soest, Florette Hill und Rainer Hombücher.

Mit ziemlich spitzer Zunge, auf alle Fälle politisch unkorrekt, nachdenklich, tiefsinnig, kritisch, ziemlich witzig und 99 Prozent Kölsch erlebte das Publikum im auserkauften Gewölbekeller der KG mit Moll und Klein eine Achterbahnfahrt durch die Höhen und Niederungen, der Eindeutig- und Zweideutigkeiten des rheinländischen Alltags.

Rainer Moll ( “Ich sitze hier am Mittelmeer und habe keine Mittel mehr”) und Albert Klein (“Ich habe jahrelang in LA gelebt – im Landkreis Alfter”) pflanzten mit ihrem Programm gewiss keine Krokusse in Bad Honnef, verzauberten auch nicht ihr Publikum mit nizzerianischen Schwärmereien sondern hauten gekonnt auf die “Kacke”, die die einen unachtsam in den Kanal runterspülen, die anderen auch schon mal am Leben verzweifeln lässt.

Am 29.5. wirds noch heftig-deftiger. Leben und Sterben im Hotel Rheinland bringt uns Bukowski zurück. Charles Bukowski. Die Älteren: “Eijeijei”, die Jüngeren: “Supergeil”. Und das alles auch noch mit E-Gitarren. Nur die Zarten kommen nicht.

Regelmäßig findet nun ein- bis zweimal im Monat immer freitags oder samstags im Gewölbekeller der KG Löstige Geselle in der Bergstraße 21 Kleinkunst vom Feinsten und der besonderen Art statt. Wer will schon “Normal”?

Nach den Sommerferien gibt es zusätzlich einmal im Monat eine “Offene Szene” (OSz) mit Kneipe. Ohne Anmeldung können dann Musiker, Schauspieler oder Literaten ihre Kunst vor Publikum präsentieren: Kommen. Gucken. Action.

Lück un Minsche

Nä wat jitt et doch hück, op dä Welt su vill Lück,
doch et will nit jelinge, och ens ne Minsch zo finge.
Un su verjeit vill Zick, bes zweschen all der Lück,
un zweschen Jeff un Neid, su dat mer sich rääch freut,
ne Minsch op einmol steit, dä nix verlange deit,
hält nur de Hand dir hin, öm dinge Fründ zo sin.

Albert Klein

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Generalanzeiger Bonn 21.04.2015 zum Auftritt Bad Honnef
Kleinkunstprojekt “hautnah”
Bis die Lachtränen fließen

Von Neal Graham
BAD HONNEF. “Ist einer hier, der kein Kölsch kann?”, fragt Albert Klein in die Runde. Zwei Hände schnellen in die Höhe. “Zwei Mann?”, meint das kölsche Urgestein. “Das tut mir leid, aber auf tragische Einzelschicksale kann ich keine Rücksicht nehmen.”
Im Gewölbekeller der KG brachten Rainer Moll und Albert Klein die Gäste zum Weinen – vor Lachen. Foto: ga
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Im Gewölbekeller der KG brachten Rainer Moll und Albert Klein die Gäste zum Weinen – vor Lachen. Foto: ga

Als “rheinische Comedy-Lesung für trinkfeste Zuschauer ab 18 Jahren” war der Abend angekündigt worden, und treffender hätte man den Abend im Gewölbekeller der KG Löstige Geselle nicht beschreiben können. Nicht bloß der Sprache, sondern auch des Humors wegen: Mit spitzer Zunge legten Albert Klein und Rainer Moll einen wenig salonfähigen und alles andere als jugendfreien Galopp durch die Zweideutigkeiten des Alltags hin – und es war ein Fest.

Die beiden kölschen Kneipendichter warfen geradezu um sich mit politisch inkorrekten Pointen, derben Wortspielen und schwarzhumorigen Anekdoten. Schließlich ging es gerade darum, abseits des Massengeschmacks die humoristischen Schmerzgrenzen auszuloten. Die knapp 60 Besucher hatten jedenfalls einen Heidenspaß.

Die beiden Komiker, die das Prädikat “niedrigstes Stammtischniveau” als ein großes Kompliment betrachten, entpuppten sich sogar als engagierte Klimaschützer: Das Ozonloch sei besonders über FKK-Stränden ein ernstzunehmendes Problem – “dort fällt es besonders ins Gewicht, denn da verbrennen Teile, nicht nur das Gesicht.” Lachtränen flossen reichlich; von den wirklich derben Witzen – von den haarsträubenden Erlebnisberichten personifizierter Körperteile bis hin zu Verfallserscheinungen im Alter – ganz zu schweigen.

Beinahe überraschend wirkten da die Verschnaufpausen, in denen sich Klein und Moll geradezu nachdenklich und tiefsinnig zeigten. Kleins sehr persönliches Gedicht über seine Patentochter mit Down-Syndrom etwa verlieh dem Abend Herzenswärme und bewies, dass hinter all den derben Sprüchen ein freundlicher, charmanter Kern steckt. Ein ordentlicher Schuss Selbstironie, wenn die beiden ihre eigenen Versprecher aufs Korn nahmen oder spontan kleine Anekdoten in ihren Vortrag woben, lockerte das Programm ferner auf.

“Es ist definitiv eine sehr eigenwillige Veranstaltung, die nicht für jeden ist, aber genau das ist der Sinn dahinter”, erklärte Co-Organisator Rainer Hombücher. “Es soll etwas sein, was es hier in dieser Form noch nicht gibt.” Die Lesung war der Auftakt zum neuen Honnefer Kleinkunstprojekt “hautnah”. Was der Stadt fehle, sei eine Bühne für weniger bekannte Künstler, die im kleinen Rahmen ungezwungen ihrem Talent nachgehen können. so Hombücher.

Kleinkunstprojekt “hautnah” : Bis die Lachtränen fließen | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:

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Generalanzeiger Bonn
Kneipenlesung in Alfter –  Rainer Moll und Albert Klein strapazieren die Lachmuskeln der Gäste 
Von Bettina Thränhardt
ALFTER. Rainer Moll und Albert Klein haben für ihre Lesung im Gasthaus Zur Sonne am Samstag ein klares Ziel. Mit ihren Texten wollen sie “die Lachmuskeln belasten”. Gelesen werde alles, “wat dat kölsche Herz berührt”. Der Titel ihrer Veranstaltung lautet “Ich–Commedy Lesung–gucken”. 
 
presse

Lesen in Alfter: Rainer Moll und Albert Klein. Foto: Wolfgang Henry  

Rainer Moll verfügt über jahrelange Erfahrung beim Verfassen von Texten. Er schreibt Karnevalslieder, hat in Comedy-Sendungen mitgewirkt und 2010 das Musical “Fantasie” produziert. Bereits zum fünften Mal liest er zusammen mit Albert Klein, einem Kneipenwirt aus Köln. Klein ist Neffe der Schauspielerin Trude Herr und tritt seit sechs Jahren im Esch Kabarett in Köln-Ehrenfeld auf.
Seine Kurzgeschichten, Anekdoten und Gedichte sind aus dem Leben gegriffen, zum Teil auch autobiografisch. Manchmal geht es um scheinbar banale Dinge wie in dem Gedicht “Die Kump”, übersetzt “Die Schüssel”. Das Kölsche spielt in seiner Dichtung eine wichtige Rolle. Beide Autoren lesen auf “Hochdeutsch mit Knubbele”.
Rainer Moll liest aus seinen drei Büchern. Unter dem Titel Reimer Moll: GEREIMT hat er eins von ihnen bereits veröffentlicht. Er beschreibt die Weltreise eines Dichters, und verbindet mit dieser Rahmenerzählung seine Texte. So schreibt etwa der All-inclusive-Tourist auf eine Ansichtskarte: “Ich sitze hier am Mittelmeer und habe keine Mittel mehr.”
Die Lesung lebt vom Spontanen und von der Interaktion zwischen Autoren und Publikum. So merkt Klein einmal an: “Normalerweise kann man an dieser Stelle klatschen.” Die dreißig Zuhörer genießen bei einem Glas Kölsch die Atmosphäre und strapazieren, wie geplant, ihre Lachmuskeln.

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